Felix Feldhofer, unser Referent für Forschungsprojekte und Netzwerke in Stadtplanung und Mobilitätsinfrastruktur, hat seit dem laufenden Sommersemester einen Lehrauftrag an der Universität zu Köln. Dort gibt er das Seminar „Niederländische Fahrradinfrastrukturbauten des 21. Jahrhunderts“. Im Rahmen des Seminars besuchte eine Gruppe von Studenten am 4. Mai die Ausstellung „Young Portuguese Architecture. The Sixth Generation“, die aktuell im Forum der Stiftung zu sehen ist. Carsten Land, der Kurator der Ausstellung, empfing die Gruppe und führte durch die Ausstellung. Behandelt wurde nicht nur die Geschichte der portugiesischen Gesellschaft und Architektur seit Gründung der Republik, sondern auch die architektonischen Entwicklungen der jüngsten Zeit. Zwölf ausgewählte Bauten stehen repräsentativ für die portugiesische Baukultur der aktuellen Architektengeneration.

Diskussion von Parallelen und Gegensätzen im Baubereich
Im Dialog mit den Studenten konnten anhand dieser Beispiele Parallelen und Gegensätze der portugiesischen Gegebenheiten zu den Verhältnissen in den Niederlanden sowie in Deutschland herausgearbeitet werden. Themen dabei waren etwa die Flexibilität der zuständigen Behörden in Hinblick auf Bauvorschriften, das Bauen im Bestand und die Komplexität, die gewachsene urbane Kontexte Neubauten abverlangen.
Beleuchtung der landestypischen Traditionen zur Bürgerbeteiligung
Anhand des Parks Cabra Figa im planlos zersiedelten Raum zwischen Lissabon und Cascais, der vom Büro Rés do Chão in enger Abstimmung mit den Anwohnern geplant wurde, konnten die jeweiligen Traditionen in Hinblick auf Bürgerbeteiligung und Konsensfindung beleuchtet werden: Während die Niederlande hier mit dem sogenannten Poldermodell auf eine lange Tradition zurückblicken können, aus der eine gut funktionierende Praxis erwächst, verlaufen solche Teilhabeprozesse in Portugal, wie auch in Deutschland, meist schwieriger. Umso bemerkenswerter ist das gelungene Ergebnis, das Rés do Chão erzielen konnte.
