In stillem Gedenken

Prof. Ulrich Findeisen (21.09.1939 – 10.12.2020)

Nachruf auf den Gründer der Stiftung für Kunst und Baukultur Britta und Ulrich Findeisen, einen passionierten Architekten, lieben Freund und inspirierenden Lehrer.

Ein erfülltes Leben im Zeichen der Architektur

Die Stiftung für Kunst und Baukultur
Britta und Ulrich Findeisen trauert um

Prof. Ulrich Findeisen

Dipl.-Ing. Architekt BDA & Stadtplaner
Ehrenbürger der Stadt Löhne/Westfalen

*21. September 1939 in Rotenburg/Wümme
+10. Dezember 2020 in Bergisch Gladbach

Mit Ulrich Findeisen verlieren wir einen wundervollen Menschen, leidenschaftlichen Architekten und Stadtplaner und großen Stifter. In großer Verbundenheit gilt unser tiefstes Mitgefühl seiner Familie und den engen Begleitern seines Lebensweges. Durch seine Stiftung werden wir in großer Dankbarkeit und hohem Respekt sein Lebenswerk bewahren.

Prof. Ulrich Findeisen im Forum der Stiftung (Herbst 2019)

ERINNERUNG UND WERTSCHÄTZUNG

Am 10. Dezember 2020 ist der Architekt und Stadtplaner Prof. Ulrich Findeisen im Alter von 81 Jahren verstorben und hat sich auf seine letzte Reise begeben. Er wurde am 21. September 1939 in Rotenburg (Wümme), gelegen im Dreieck zwischen Hannover, Bremen und Hamburg, als ältester von drei Geschwistern geboren.

Heute blicken wir zurück auf Ulrich Findeisens reiches Leben und schöpferisches Wirken als Architekt und Stadtplaner, sein großzügiges Stiftertum und auf den Menschen Ulrich Findeisen, den ein enges Band mit seinen gewählten Lebensmittelpunkten verband: zunächst in Berlin und später in Köln und den anderen Orten auf dieser Welt, die ihm wichtig waren. Bis zuletzt war er ein wichtiger Gestalter und gehörter Ratgeber in seinem Metier.

Ulrich Findeisen betrachtete die Schätze der Kunst und Baukultur und das Zusammenspiel von Kunst und Architektur und er blickte auf das Leben selbst, um die Welt zu verstehen in der er lebte.

Kurt Tucholsky schrieb: Reisen ist die Sehnsucht nach dem Leben. Ulrich Findeisens Lebensreise war die Sehnsucht nach Erfüllung und lebenswerter Architektur. Er konnte sein Leben mit einer bewundernswerten Leichtigkeit leben und er konnte anderen Menschen ein guter, großzügiger Gastgeber sein; sie an seinen Erlebnissen, Freuden und Gedanken teilhaben lassen. Er sah die Kunst und die Architektur als existenzielle Bestandteile des Alltags, die die Umwelt eines jeden Menschen prägen.

Ulrich Findeisen hat von 1960 bis 1967 Architektur an der Technischen Universität Berlin studiert. Seine Professur erlangte er 1985 an der FH Köln für Entwerfen und Baukonstruktion. Sein Diplom zum Thema „Kurzentrum in Norddeutschland“ machte er bei Prof. Peter Poelzig, der für seine wegweisenden Siedlungs-, Wohn-  und Bildungsbauten bekannt war und ab 1954 an der TU Berlin eine Professur für Krankenhausbau  innehatte.

Im gleichen Jahr ging Ulrich Findeisen eine Partnerschaft mit der Landschafts- und Gartenarchitektin Britta Wagenknecht ein. Die gebürtige Berlinerin und studierte Kunsterzieherin wurde 1967 seine Ehefrau. Beide wirkten in Berlin bis ins Jahr 1985.

ARCHITEKT IM SINNE DER LEHRE

1970 trat Ulrich Findeisen in die Architektengemeinschaft GKK und Partner (Greschik, Kälberer, Kuhlen, Findeisen, Fuhst und Vitinius) in Berlin ein, bei der er bis 1986 als Gesellschafter in der Entwurfs- und Ausführungsplanung als Projektleiter tätig war. In dieser Zeit wurde er auch Mitglied des Bundes Deutscher Architekten (BDA). Der BDA, im Jahr 1903 als Vereinigung freiberuflich tätiger Architektinnen und Architekten gegründet, tritt für eine qualitative Verbesserung der gebauten Umwelt ein. Das Credo des BDA war auch Ulrich Findeisens Bekenntnis: Neben der verbindenden Bereitschaft zum Engagement im Interesse der Baukultur und seines Berufsstandes ging es ihm auch darum, sich durch die Qualität der Bauten ebenso auszuzeichnen wie durch hohe persönliche Integrität und Kollegialität.

Fassadenauschnitt, Räume für Leben im Rhein-Kreis Neuss/Grevenbroich-Frimmersdorf (2016)

Dann folgte der Umzug in die Rheinmetropole Köln. Von 1985 bis 2004 hatte Ulrich Findeisen eine Professur an der Fachhochschule Köln an der Fakultät für Architektur für die Lehrgebiete Entwerfen und Konstruieren inne. Seine Passion für die Architekturlehre vermittelte er den wissensdurstigen Studierenden zu dem breiten Themenfeld „Praxisbezogenes Entwerfen und Konstruieren, Stimmigkeit von Entwurfsidee, Funktion, Form und Konstruktion“.

Zudem lehrte er zusammen mit Prof. Dr. Manfred Koopmann und Prof. Brigitte Caster im Bereich „Entwerfen und Baukonstruktion“ am Institut „Organisation des Baues und Projektentwicklung“ der Technischen Hochschule Köln.

Der Media Tower und die gläserne Killepitschfabrik im Medienhafen Düsseldorf (2001-2005)

EINE PASSION FÜR ARCHITEKTUR UND BAUKULTUR

Und wie es sich für einen leidenschaftlichen Architekten und Stadtplaner gehört, war er auch freischaffend tätig. Von 1986 bis 1997 ging er eine unternehmerische Partnerschaft mit seiner Frau Britta ein.

Im Jahr 1987 gründete er sein eigenes Architekturbüro in der Innenstadt von Köln mit den Schwerpunkten Wohnungs-, Bildungs-, Verwaltungs- und Städtebau. Ihr Atelier betrieb Britta Tür an Tür mit seinem Büro im Ubierring.

Darauf folgten Büropartnerschaften mit dem Architekten BDA Dr. Wolfgang Amsoneit (1999-2001) und mit dem Düsseldorfer Architekten Matthias Wächter und mit Dipl.-Ing. Markus Schmale, Architekt BDA, (2001-2005), mit dem Ulrich Findeisen bis heute ein enges Band der beruflichen wie privaten Freundschaft verbindet. Mit ihm zusammen brachten Ulrich und Britta Findeisen im Juli 2007 die Gründung der „Stiftung für Kunst und Baukultur – Britta und Ulrich Findeisen“ mit Sitz in Köln auf den Weg. Der verantwortungsvolle Umgang mit dem kulturellen Erbe, die Förderung des Architekten- und Künstlernachwuchses sowie die Wahrung des künstlerischen Schaffens der Eheleute Britta und Ulrich Findeisen bilden einen wesentlichen Teil der Stiftungsarbeit.

Der erste Ehrenbürger der Stadt Löhne

Die Enthüllung des Britta-und-Ulrich-Findeisen-Platzes in Löhne/Westf. zusammen mit Bürgermeister Heinz-Dieter Held (2014)

Neben dem neuen Stiftungssitz in der denkmalgeschützten Schweißerei-Halle in der Venloer Straße 19 in Köln-Ehrenfeld stellt die neue Musikschule der Stadt Löhne, im Mittelpunkt des städtebaulichen Entwicklungsgebiet der Stadt, ein besonderes Schaffenswerk seiner Arbeit dar. Die Musikschule bildet seit ihrer Fertigstellung im Jahr 2013 den architektonischen und kulturellen Schwerpunkt im Kontext mit der Werretal-Halle, der VHS, Jugendkunstschule, dem Kulturamt und der Stadtbücherei. Die Platzfläche vor der neuen Musikschule ist für Markt- und Stadtfestnutzungen und auch als Verweilfläche für die Bürger der Stadt vorgesehen.

Zwei Skulpturen, eine Tänzerin der Berliner Bildhauerin und Meisterschülerin der Hochschule der Künste Susanne Wehland und ein Musikant vom berühmten deutschen Bildhauer Prof. Joachim Schmettau, die Ulrich Findeisen beide sehr verehrte, aktivieren die Fläche vor der Musikschule.

Prof. Findeisen unterbreitete der Stadt Löhne das Angebot, das bereits in Grundzügen geplante Musikschulgebäude aus Mitteln der Stiftung zur Verfügung zu stellen. Der Vertrag zur Errichtung der neuen Musikschule der Stadt Löhne durch die Stiftung Findeisen wurde im Jahr 2008 geschlossen. Am 15. November 2013 wurde das Gebäude feierlich eingeweiht. Prof. Findeisen konnte auch für die städtebauliche Gesamtplanung der „Neuen Löhner Mitte“ gewonnen werden.

Wegen seiner Verdienste um den Neubau der Musikschule erhielt Ulrich Findeisen im Juli 2014 den Titel des ersten Ehrenbürgers der Stadt Löhne/Westf. und durfte sich im goldenen Buch der Stadt eintragen. Damit einher ging die Enthüllung des neuen Schildes am Britta-und-Ulrich-Findeisen-Platz, das er stolz zusammen mit dem damaligen Bürgermeister Heinz-Dieter Held enthüllte.

″Der Musikant″ vor der Musikschule in Löhne von Bildhauer Prof. Joachim Schmettau, Berlin

Die Stiftung für Kunst und Baukultur Britta und Ulrich Findeisen trauert

Sein eigenes Architekturbüro, die Prof. Findeisen Architekten GmbH, betrieb Ulrich Findeisen, Dipl.-Ing. Architekt BDA und Stadtplaner, zehn Jahre lang bis in Jahr 2017.

Prof. Ulrich Findeisen hat summa summarum über 50 Jahre als Architekt erfolgreich gearbeitet. Wir blicken auf ein großes, eindrucksvolles Lebenswerk mit bemerkenswerten Projekten und Wettbewerbserfolgen zurück. Die letzten Jahre im Ruhestand widmete er sich mit all seinen Kräften seiner letzten Reise.

Mit Ulrich Findeisen verliert die Stiftung für Kunst und Baukultur, seine Angehörigen, Mitstreiter und Freunde einen liebevollen Menschen, leidenschaftlichen Architekten und Stadtplaner und großen Stifter. In großer Verbundenheit gilt unser tiefstes Mitgefühl seiner Familie und den engen Begleitern seines Lebensweges. Die Stiftung wird den Verstorbenen in ehrenvollem und dankbarem Andenken bewahren.

DER SINN DES LEBENS IST MEHR ALS DAS LEBEN SELBST.*

Im stillen Gedenken

Markus Schmale für den Stiftungsvorstand

Evagelia Sardelis-Schmale für die Stiftungsverwaltung

Bodo Druschka für das Kuratorium

 

* (Stefan Zweig zu Aristoteles „Menschsein“)

Die Trauerfeier findet am Samstag, den 19. Dezember 2020 um 11 Uhr in der Trauerhalle des Kölner Friedhofes Melaten statt. Eingang: Piusstraße. Anschließend erfolgt die Beerdigung. Bitte beachten Sie die geltenden Corona-Regeln und Hygienemaßnahmen.

Kondolenzadresse: Familie Findeisen c/o Stiftung für Kunst und Baukultur Britta und Ulrich Findeisen, Venloer Str. 19, 50672 Köln

 

Aktueller Hinweis:

Die Trauerfeier und Beerdigung von Prof. Ulrich Findeisen findet wie angekündigt statt. Bitte beachten Sie die Informationen der Stadt Köln, Friedhofsverwaltung Metalen sowie die aktuellen Verfügungen und Corona-Richtlinien des Landes NRW.

Der Schutz  der Trauergäste hat für uns oberste Priorität und setzt umfangreiche Maßnahmen voraus. Für Teilnehmer der Trauerfeier gilt das Hygiene- und Infektionsschutzkonzept des Landes NRW. Verhaltensregeln im Eingangs-und Wartebereich weisen die Besucher*innen darauf hin, dass ein Abstand von mindestens 1,5 m Metern eingehalten werden muss – sowohl zu anderen Besuchern als auch zum Personal. Einfache Mund-Nasen-Bedeckung sind in Anlehnung an die Regelung im öffentlichen Nahverkehr und dem Einzelhandel in allen Räumen Pflicht, die Niesetikette muss eingehalten werden.

Informationen über den Friedhof finden Sie unter: https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/freizeit-natur-sport/friedhoefe/adressen/melaten# 

So erreichen Sie den Friedhof

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Bus-Linie 142, Haltestelle Geisselstraße
Stadtbahn-Linien 1 und 7, Haltestelle Melaten
Informationen zu Fahrplänen, Linien und mehr bei den Kölner Verkehrs-Betrieben:

www.kvb-koeln.de

Ein Parkplatz befindet sich in unmittelbarer Nähe des Friedhofs.

Abschied nehmen im Forum der Stiftung

Freunde und Bekannte von Prof. Ulrich Findeisen können diesem auch im Forum der Stiftung für Kunst und Baukultur die letzte Ehre erweisen.

Der Kondolenzraum zur Abschiednahme im Forum der Stiftung, Venloer Str. 19, 50672 Köln ist von Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Dort liegt ein Kondolenzbuch aus. Im unteren Bereich dieser Seite ist zudem  ein digitales Kondolenzbuch erreichbar.

Aus gegebenen Umständen bitten wir Sie um eine vorherige Online-Anmeldung.

VIELEN DANK FÜR IHRE ANTEILNAHME

Es ist schwer, einen geliebten Menschen zu verlieren. Es ist wohltuend, so viel Anteilnahme zu erfahren. Unser besonderer Dank gilt Herrn Pfarrer Hans Mörtter von der evangelischen Lutherkirche in Köln, den Musikern, die der Trauerfeier einen so festlichen Rahmen gegeben haben sowie an die Angehörigen und Freunde.

Dafür danken wir von Herzen, auch wenn der persönliche Abschied am Grab auf dem Melaten Friedhof aufgrund der Corona-Regeln nur mit Abstand bzw. gar nicht möglich war.

Evagelia und Markus Schmale

Irmgard Mayer

Nehmen Sie hier Abschied von Prof. Ulrich Findeisen

Einen neuen Eintrag für das Kondolenzbuch schreiben

 
 
 
 
 
 
Mit * gekennzeichnete Felder sind erforderlich.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Es ist möglich, dass Ihr Eintrag im Gästebuch erst sichtbar ist, nachdem wir ihn überprüft haben.
Wir behalten uns vor, Einträge zu löschen oder nicht zu veröffentlichen.
26 Einträge
Sorina AUST-IOAN & Prof Dr Hugo AUST schrieb am 21. April 2021 um 17:20
Durch meinen längeren Aufenthalt im Ausland, erfuhr ich jetzt erst über das absterben von Professor Ulrich Findeisen! Wir war äußerst betroffen!
Ich kenne Herrn Findeisen, nicht nur als genialen Architekten , wunderbaren Menschen, sondern auch als Kunst und Musik Liebhaber! Er nahm auch an einigen meiner Konzerte Teil und wir sprachen auch über einer musikalischen Mitwirkung unter Musik & Architektur ...! In México City hat mit mir als Solistin ein Mozart Klavierkonzert mit Gespräch zu Parallelen !
Wir werden Professor Findeisen sehr vermissen !
R.I.P.
🥀
Regina Jakobs schrieb am 12. Januar 2021 um 12:29
Mit tiefer Betroffenheit hat mich die Nachricht vom Tode von Ulrich Findeisen erreicht. Ich durfte ihn als Sekretärin der Fakultät für Architektur an der ehem. FH Köln als großzügigen und humorvollen Professor
erleben. Ob privat oder dienstlich es war eine schöne Zeit, er war nach wie vor immer ein Teil der Fakultät geblieben.
Mit stillem Gruß
Regina
Kitty Guschmann schrieb am 29. Dezember 2020 um 22:09
Abschied.
Lieber Ulrich,
Danke für Deine berufliche und freundschaftliche Unterstützung schon zu Beginn meines Architektenlebens vor fast 30 Jahren, die meinen Weg geprägt und gestärkt haben.
Immer wenn wir uns trafen, lächelte mir stets Deine optimistische Zuversicht entgegen.
Ich freue mich einen Menschen, wie Dich kennengelernt zu haben und bin sehr traurig über den Verlust eines geschätzten Architekten und eines guten Mentors.
So behalte ich Dich in meiner Erinnerung.
Kitty Guschmann
P. Jos Houben DS schrieb am 29. Dezember 2020 um 18:25
Ein leidenschaftlicher Gestalter der Baukunst Meister in seinem Metier Ein Mäzen der Kunst und des Denkmalwürdigen Ein Förderer junger Menschen Dafür hat er gelebt! Ein stiller Mensch mit Weitblick und Feingefühl Empathisch und zielstrebig Die Begegnungen mit ihm sind nachhaltig So war er! Danke für sein Engagement in St. Martin, Frimmersdorf! "Reisen ist die Sehnsucht nach dem Leben (Kurt Tucholsky)" Auf seine letzten Reise hat er sich gemacht Auf die Reise der letzten Sehnsucht, ins ewigen Leben Pater Jos Houben SDS em. Pfr. von St. Martin, Grevenbroich-Frimmersdorf
Andreas Grosz schrieb am 25. Dezember 2020 um 15:37
Seit der Gründung des KAP Forums im Kölner Rheinauhafen war Ulrich Findeisen regelmäßiger Gast und Gersprächspartner bei unseren Architekturveranstaltungen. Uns bleibt er als Ratgeber und Freund in bester Erinnerung. Mit seiner ruhigen und klugen Lebensart: ein Vorbild!
Georg Wintgen schrieb am 22. Dezember 2020 um 20:58
Stets das positive suchend und seine Studenten freundlich, ja wie Freunde behandelnd, so habe ich Prof. Findeisen erleben dürfen. Als Student und noch 25 Jahre nach unserer Diplomarbeit, bei vielen Gelegenheiten. Ich bin froh Sie kennengelernt zu haben und Danke für die lehrreiche Zusammenarbeit.
Dr. Ulrich Krings schrieb am 21. Dezember 2020 um 21:47
Ulrich Findeisen war als Architekt ein Kenner und Liebhaber der Baukunst. Das war bei jeder Begegnung zu spüren. Warmherzig, freundlich, interessiert und ungemein "beschlagen" bestritt er Gespräche und Diskussionen. Als Denkmalpfleger in Köln hatte ich in Ulrich Findeisen stets einen kompetenten und dem jeweiligen Problem offen gegenüberstehenden Gesprächspartner, dessen Rat ich gerne entgegennahm. Ehre seinem Andenekn!
Prof. Fabian Storch schrieb am 21. Dezember 2020 um 12:41
Die Nachricht vom Tod Prof. Ulrich Findeisens macht mich traurig und betroffen. Zwar konnte ich Ihn nicht mehr als aktiven Kollegen an der Hochschule erleben, doch habe ich ihn auf verschiedenen Veranstaltungen in der Fakultät und der Stadt Köln als interessierten und neugierigen Kollegen kennengelernt sowie nahezu wöchentlich bei seinen Spaziergängen im Rheinauhafen mit blauem Schal getroffen. Darüber hinaus hat er mit seiner Stiftung auch meine Aktivitäten an der TH Köln mit Studierenden großzügig unterstützt, worüber ich sehr dankbar bin. In Erinnerung, Fabian Storch
Gerit Yonny Godlewsky schrieb am 21. Dezember 2020 um 12:07
Lieber Professor Findeisen,
vielen Dank für Ihr Engagement und die Unterstützung, die ich selbst an der TH-Köln erfahren durfte.

Gerit
Kurt Quernheim schrieb am 20. Dezember 2020 um 21:18
Die Nachricht vom Ableben Professor Ulrich Findeisen hat mich sehr betroffen und traurig gestimmt. Mein Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Freunden.
Mit dem Verstorbenen lernte ich seinerzeit einen Menschen kennen und schätzen, mit dem sich ein zunächst rein dienstliches Verhältnis in ein enges partnerschaftliches, ja letztlich freundschaftliches entwickelte.
Ungewöhnlich dabei der Weg von Professor Findeisen vom Planer des gescheiterten Objektes eines privaten Investors hin zu einem großzügigen Stifter und fachkundigen Berater der Stadt.
Diese unglaubliche Spende des Neubaus einer Musikschule durch die von Professor Findeisen und seiner Frau gegründete Stiftung war der dringend benötigte Impuls und der Grundstein für die lange herbeigesehnte Entwicklung der Löhner Innenstadt.
Besonders gefreut hat mich deshalb die Ernennung von Professor Findeisen zum Ehrenbürger der Stadt Löhne im Jahre 2014.
Für mich bleibt die Erinnerung an eine beeindruckende Persönlichkeit.

In stillem Gedenken.

Kurt Quernheim
Bürgermeister a.D.
Höhmann Guido schrieb am 19. Dezember 2020 um 19:38
Lieber Professor Findeisen, Sie haben uns auf den Weg der Architektur mitgenommen und uns die Hand gereicht und geführt, wenn wir vom richtigen Weg drohten abzukommen. Ich denke an großartige Jahre an der Hochschule zurück und an die Exkursionen bei denen wir so unendlich viel gelernt haben. Ihre Perfektion ist schwer zu erreichen. Ihrer Familie und Angehörigen wünschen ich die nötigen Kräfte in diesen schweren Stunden und möchte Ihnen mein tiefes Mitgefühl versichern. Professor Findeisen wird steht’s einen festen Platz in meiner Erinnerung behalten.
Stefanie Kinitz-Wagler schrieb am 19. Dezember 2020 um 8:41
Ein wundervoller Mensch und Mentor ist von uns gegangen.
Ich war in den 90er Jahren seine Studentin und habe Prof. Findeisen immer sehr geschätzt.
Er gab mit Begeisterung sein wertvolles Wissen an mich weiter und war ein wundervoller Mentor.
Interessante Studienfahrten mit ihm nach Paris und Berlin haben meinen Blickwinkel auf die Architektur sehr geprägt. Ich bin ihm zutiefst dankbar für sein Engagement und dass ich soviel von ihm lernen durfte. Ich habe mich immer gefreut, wenn wir uns auch Jahre später bei unterschiedlichen Architekturveranstaltungen begegneten.
Ich wünsche ihm, dass das Ende dieses Weges der Beginn eines neuen interessanten Weges für ihn sein wird.
Ich bedaure sehr, dass er von uns gegangen ist und sende den Angehörigen mein herzliches Beileid.

Stefanie Kinitz-Wagler
Prof. Dr.-Ing. Rainer Hempel schrieb am 18. Dezember 2020 um 22:42
Ulrich Findeisen habe ich als Kollegen an der Hochschule und als Architekten bei einigen Projekten (u.a. Media Tower und gläserne Killepitschfabrik im Medienhafen Düsseldorf, Musikschule Löhne) kennen und schätzen gelernt. Er strebte generell für das jeweilige Projekt und den Bauherren das Optimum an. Durch den Diskurs auf Augenhöhe mit allen Fachingenieuren, verbunden mit seiner Beharrlichkeit und seinem Engagement, erreichte er i.d.R. sein Ziel.
Nun, im Rückblick, geht es mir wie Iman Bowie (12.01.2016) "Manchmal erkennst Du die wahre Bedeutung eines Momentes erst dann, wenn er eine Erinnerung geworden ist."
Wir sprechen den Angehörigen und den Hinterbliebenen sowie der Stiftung unser herzliches Beileid aus. Aufgrund eines aktuellen Coronafalles im Bekanntenkreis können wir leider nicht an der morgigen Trauerfeier teilnehmen.
Lieber Ulrich, wir sind in Gedanken bei Dir und begleiten Dich auf deinem letzten Weg.
Astrid und Rainer Hempel
Institut für Tragwerksforschung und -entwicklung, ITFE Bonn
Sandra Riech schrieb am 18. Dezember 2020 um 11:15
Professor Ulrich Findeisen - der Mann mit dem blauen Schal - und ich haben uns fast 25 Jahre gekannt - mehr als mein halbes Leben!
Wie gern denke ich an die vielen kleinen und großen Projekte in der Regensburger Straße (und früher auch in der Vorberg-/Gleditschstraße) in Berlin - an die vielen Telefonate, die Faxe (!) und vor allem an die Berlin-Besuche des Prof.´s (immer ein Highlight!).
Es war eine angenehme Zusammenarbeit, getragen auch von gegenseitiger Wertschätzung.
Kurz: es war eine tolle Zeit und es war mir eine Freude und Ehre für den Professor gearbeitet haben zu dürfen!
Nun ist sie leider zu Ende und ich übersende mein tiefes Mitgefühl und mein herzliches Beileid an die Angehörigen und Freunde, die Herrn Professor Ulrich Findeisen wohl noch mehr vermissen werden als ich selbst.
Ein letzter, stiller Gruß aus Berlin
Sandra Riech (Hausverwaltung - auch im Namen meines Vaters H.-J. Riech sowie des Teams der HV)
Prof. Gerd Hamacher schrieb am 18. Dezember 2020 um 10:36
Tief betroffen hat mich die Nachricht vom Tode meines ehemaligen Kollegen Ulrich Findeisen.
In den gemeinsamen Jahren an der Fakultät für Architektur der FH-Köln habe ich ihn als engagierten Hochschullehrer und Architekten kennen und schätzen gelernt. Besonders auch seine freundschaftlich zugewandte und großzügige Persönlichkeit wird mir in guter Erinnerung bleiben.
Harald Blank schrieb am 17. Dezember 2020 um 21:43
Die Nachricht überraschte mich in der Hektik der Weihnachtstage und am Ende eines besonderen Jahres. Der Moment des Abschieds führt mich zur Ruhe, Einkehr und Stille, ähnlich der Begegnungen die wir beruflich und privat miteinander teilten. Für mich war Prof. Ulrich Findeisen ein besonderer, liebenswerter und geschätzter Auftraggeber, Gastgeber und beruflicher Partner den ich bei der Entwicklung seiner Projekte in den letzten Jahren seines kreativen Schaffens als Landschaftsarchitekt begleiten durfte. In freundschaftlicher Weise teilten wir unsere Ideen und konnten gemeinsam Gestalter sein. Seine ruhige, fürsorgliche und wertschätzende Art hat mir Freude bereitet und seine Schaffenskraft, auch im Bezug auf die Stiftung für Kunst und Baukultur hat mich sehr beeindruckt. Meine Gedanken und aufrichtige Anteilnahme sind in besonderer Weise bei Familie Schmale die uns bekannt gemacht haben, seiner Lebensgefährtin und Familie,
In Dankbarkeit werde ich Ihn in Erinnerung behalten.
Ein stiller Gruß zum Abschied
Harald Blank, Blank Landschaftsarchitekten, Neuss
Peter Bartelheimer schrieb am 17. Dezember 2020 um 18:15
Zwei Cousins hatte ich, Ulrich und Rüdiger Findeisen, Söhne einer Schwester meines Vaters. Schöne Erinnerungen bewahre ich noch an die Spiele und Abenteuer aus der ersten Nachkriegszeit, als wir zusammen bei den Großeltern in Rotenburg gewohnt haben. Später noch seltene Treffen bei Besuchen in Berlin. In den vergangenen Jahrzehnten dann keine persönlichen Begegnungen mehr, wir lebten an entfernten Orten. Mit großem Respekt und Bewunderung habe ich erlebt, wie sie in ihrer Tätigkeit als Architekten kreativ so erfolgreich waren und zugleich in besonderer Weise philanthropisch gesinnt und tatkräftig. Die großherzige Stiftung von Britta und Ulrich wird weit über ihren Tod hinaus Gutes Schaffen und vielen Menschen Freude schenken.
Am 19. Dezember bin ich in Gedanken bei Euch, die um Ulrich trauern.
Stadt Löhne schrieb am 17. Dezember 2020 um 13:17
Mit Prof. Ulrich Findeisen ist eine großartige Persönlichkeit von uns gegangen. Die Stadt Löhne wird ihn nicht nur als versierten Stadtplaner und Architekten in Erinnerung behalten sondern auch als empathischen und feinfühligen Zuhörer und Berater, der durch seine zurückhaltende aber gleichsam abwägende und konstruktive Art, bei allen die ihn kannten, gleichermaßen geschätzt und anerkannt war. Unvergessen auch die tiefgründigen Gespräche, die über seine eigentlichen Fachgebiete weit hinausgingen.

Die Stadt Löhne hat Prof. Ulrich Findeisen viel zu verdanken. An erster Stelle natürlich den Neubau der Musikschule im Zentrum der Stadt, den die von ihm gemeinsam mit seiner Frau Britta Findeisen gegründete Stiftung für Kunst und Baukultur geplant und erbaut hat. Großzügig hat er die Idee einer lebendigen Musikschule mitten in der Stadt entwickelt. Sein Wirken für die Stadt Löhne wird aber deutlich über seinen Tod hinaus reichen. Die bereits realisierten und noch ausstehenden Bausteine in der Löhner Innenstadt tragen seine Handschrift und bilden die Grundlage für die zukünftige Entwicklung des Bereichs der Alten Bünder Straße.

Folgerichtig daher seine Ernennung zum Ehrenbürger unserer Stadt im Jahr 2014. Prof. Findeisen wurde damit zum festen Anker für die Musikschule und zum Vorbild für moderne Stadtplanung.

Im Namen von Rat und Verwaltung der Stadt Löhne nehmen wir Abschied von einem großen Förderer des städtischen Gemeinwesens, einem Menschen voller Kreativität, voller Herzlichkeit und Großzügigkeit.

Unser Mitgefühl gehört seiner Familie und Freunden.

Prof. Ulrich Findeisen ist ein fester Platz in der Geschichte der Stadt Löhne gewiss.

Für die Stadt Löhne

Bernd Poggemöller
Bürgermeister
Winfried Janßen, Lebenshilfe Neuss schrieb am 17. Dezember 2020 um 13:08
Wir haben Herrn Prof. Findeisen als Architekten einer unserer Kindertageseinrichtungen kennen und schätzen gelernt, denn es ist eine besonders schöne Einrichtung geworden, in der sich Kinder und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr wohl fühlen. Darüber hinaus hat er uns über viele Jahre als Stifter bei Kunstprojekten in unterschiedlichen Kitas immer wieder unterstützt. Seit einigen Jahren hat er durch seine finanzielle Zuwendungen unsere mehrmals im Jahr stattfindenden Kunstworkshops für erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung erst möglich gemacht.
Wir haben Prof. Findeisen immer als sehr freundlich und zugewandt erlebt und verdanken ihm über viele Jahre finanzielle Hilfen, für die wir sehr dankbar sind. Wir trauern mit der Famile und den engen Begleiterinnen und Begleitern der letzten Jahre. Bei uns bleibt eine große Dankbarkeit an einen freundlichen Menschen, der die Tätigkeit der Lebenshilfe Neuss immer großzügig gefördert hat.
Prof. Dr. Helmut Müller schrieb am 17. Dezember 2020 um 11:27
Ulrich Findeisen habe ich als engagierten Kollegen an der Fachhochschule Köln kennen gelernt. Seitdem waren wir durch gemeinsame Interessen an Architektur, Lehre und Forschung sowie Kunst verbunden. Er bleibt mir als außerordentlich freundlicher, geistig reger und der Gestaltung und Kultur verpflichteter Mensch in Erinnerung. Mein tiefes Beileid gilt den Hinterbliebenen, der Stiftung und seiner Lebensgefährtin Irmgard Mayer.
Uwe Michael Party, Architekt, de Graaff GmbH schrieb am 17. Dezember 2020 um 7:48
Mit Ihnen Herr Findeisen verlieren wir einen großartigen, unaufgeregten und warmherzigen Architekten, Lehrer und Menschen. Sie haben Generationen von jungen Architekten/-innen als Professor an der FH in Köln ein Vorbild gegeben, was es bedeutet ein Architekt/-in zu sein und dies auch konsequent vorgelebt.
In tiefer Trauer, aber auch Dankbarkeit Sie kennengelernt zu haben, freue ich mich, das Ihr Wirken in der Stiftung weiterlebt.
Uwe M. Party Dipl.-Ing. (FH-Köln) Architekt
Architekturbüro Amsoneit schrieb am 16. Dezember 2020 um 15:47
Mit tiefer Trauer haben wir das Ausscheiden von Herrn Prof. Findeisen aus unserem Freundeskreis aufgenommen. Wir haben ihn als erfolgreichen, geschätzten Kollegen und auch als großzügigen Mäzen erlebt.
Auch im privaten Kontakt haben wir mit ihm eine herzliche enge Verbindung gehabt. Wir haben viele private Feste mit ihm gefeiert und wussten seinen trockenen Humor immer sehr zu schätzen.
Unser herzliches Beileid gilt den Hinterbliebenen der Stiftung und insbesondere der liebenden Irmgard Mayer, die ihn aufopferungsvoll bis zum Schluss begleitet hat.
In tiefer Trauer und Anteilnahme verbleiben
Dr. Wolfgang Amsoneit
Felix Entzeroth
Claus Freiherr von der Horst schrieb am 16. Dezember 2020 um 8:31
Und immer sind irgendwo Spuren Ihres Lebens, Gedanken, Bilder, Augenblicke und Gefühle. Sie werden uns immer an Sie erinnern, sie werden in Ihren Lebenswerken fortbestehen und Sie dadurch nie vergessen lassen.
Mit diesen Worten möchte ich Ihnen, sehr geehrte Familie Schmale und den Angehörigen meine aufrichtige Anteilnahme zum Tode von Professor Findeisen aussprechen.
Gerne denke ich an unsere gemeinsame Zeit der Zusammenarbeit zurück.
Im stillen Gedenken
Claus Freiherr von der Horst
Sabine Grothe-Lohrey schrieb am 14. Dezember 2020 um 15:50
„Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt“ (Berthold Brecht)
Liebe Angehörige,
mit diesem Zitat möchten wir Ihnen unser herzliches Beileid aussprechen.
2015 wurde die Kita Farbenland der Lebenshilfe Neuss in Meerbusch eröffnet.
Seitdem wird das Gebäude immer wieder von Besuchern bewundert.
Von Beginn an arbeite ich in dem Gebäude und bin immer noch begeistert.
So bleibt mit der Kindertageseinrichtung Farbenland das Andenken an Prof. Findeisen für immer erhalten. Die bunten Fenster sind unser Markenzeichen und im Ort bekannt.
Die kleinen Malkünstler konnten durch die Großzügigkeit der Stiftung Findeisen gut ausgestattet werden.
Unsere Gedanken sind bei der Familie.
Sabine Grothe-Lohrey (Einrichtungsleitung) im Namen des Teams der Lebenshilfe Kita Farbenland
Dr. Rainer Wiertz schrieb am 12. Dezember 2020 um 10:45
Sehr geehrte Familie Schmale,
Erlauben Sie mir, Ihnen zum Tode von Professor Findeisen, auch im Namen des Kulturdezernates und des Kulturamtes der Stadt Neuss, mein aufrichtiges Beileid auszusprechen. Der Heimgang Ihres verehrten Stiftungsgründers ist ein großer Verlust für die Welt der Kunst und der Architektur.
Auch das Shakespeare Festival im Globe Neuss genießt seit vielen Jahren die großzügige Förderung der Stiftung im Education-Bereich für Kinder, Schüler und Studenten. Wir werden Herrn Professor Findeisen in ehrender Erinnerung behalten und wünschen Ihnen und der Stiftung Kraft und Zuversicht für die Aufgaben der Zukunft!
Mit stillem Gruß
Rainer Wiertz
Nikolaus Zumbusch schrieb am 10. Dezember 2020 um 11:12
Es gibt im Leben für alles eine Zeit, eine Zeit der Freude, der Stille, der Trauer und eine Zeit der dankbaren Erinnerung. Ein erfülltes Leben hat sich vollendet! Es erfüllt mich mit großer Dankbarkeit, dass ich Prof. Ulrich Findeisen in den letzten 10 Jahren im Rahmen der Stiftungsarbeit begleiten durfte. Mein Mitgefühl ist bei allen Angehörigen, Wegbegleitern und Freunden! Er wird mir immer in guter Erinnerung bleiben.