Auszeichnung von fünf jungen Preisträgern zur Masterthesis „Feldlabor“

Auszeichnung von fünf jungen Preisträgern zur Masterthesis „Feldlabor“

Insgesamt fünf der 22 Absolventinnen und Absolventen der Fakultät der Technischen Universität Darmstadt, Fachbereich Architektur – Fachgebiet Entwerfen und Gebäudetechnologie, wurden für ihre hervorragenden Leistungen im Rahmen ihrer Masterthesis „Visionen für ein Feldlabor für Bio- und Geowissenschaften des Forschungszentrums Jülich im Dorf Morschenich-Alt“ ausgezeichnet.

Mit der Thesisaufgabe wurde ein erster wichtiger Zukunftsbaustein für den Erhalt des Dorfes Morschenich-Alt und einen erfolgreichen Strukturwandel gelegt. Im „Feldlabor“ sollen im Sinne einer nachhaltigen Bioökonomie quantitative Informationen über Schlüsselprozesse pflanzlicher Systeme in ihrer Wechselwirkung mit dynamischen Umweltfaktoren erfasst und die zugrundeliegenden physiologischen und molekularen Mechanismen mittels neuartiger Verfahren und innovativer experimenteller Ansätze erforscht werden. In ihren Entwürfen zeigten die jungen Architektinnen und Architekten auf, wie der ehemaliger Reiterhof in Morschenich Alt in eine Forschungsstelle umgestaltet werden kann.

Die Preisverleihung an die beiden Gewinner des Bürgervotums erfolgte von Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Tolle Ideen wurden entwickelt und die Bürgerschaft hat gewählt!

Grundlage für die Auszeichnungen war ein Bürgervotum. Die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Merzenich, der Kolpingstadt Kerpen sowie die interessierte Teilöffentlichkeit hatten seit April die Gelegenheit, die insgesamt 22 Masterarbeiten online über die im Frühjahr 2021 neu eingeführte Plattform für Bürgerbeteiligung des Landes NRW „beteiligung.nrw.de“ zu bewerten (siehe auch: beteiligung.nrw.de/portal/merzenich/beteiligung/themen/1000040). An der Umfrage der Gemeinde Merzenich haben  sich mehr als 340 Bürgerinnen und Bürger beteiligt und aus den Masterarbeiten ihre Favoriten ausgewählt. Bürgermeister Georg Gelhausen stellte in seiner Rede heraus, dass für ihn alle Entwürfe Gewinnerbeiträge seinen und große Anerkennung verdienen.

Die beiden 1. Preisträger: Leonie Ott und Max Wust
Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, bei ihrer Laudatio für die Preisträgerin Leonie Ott (links) und den Preisträger Max Wust (rechts)

 

Sonderpreis Architektur 2021 der Stiftung für Kunst und Baukultur Britta und Ulrich Findeisen

Die Stiftung für Kunst und Baukultur Britta und Ulrich Findeisen, Köln, vergab auf Grundlage dieses Bürgervotums als Anerkennung einen Sonderpreis in Höhe von insgesamt EUR 3.750 an die drei am besten bewerteten Entwurfsarbeiten (1. Preis € 1.000, 2. Preis € 750, 3. Preis € 500). Das Kuratorium und der Vorstand der Stiftung haben die Preisgelder aufgrund der Umsetzungsqualitäten der Arbeiten und der großen Wertschätzung verdoppelt. Die Preisübergabe an die Studierenden erfolgte im Rahmen der Finissage im Forum der Stiftung.

Die beiden 1. Preise wurden an Leonie Ott und Max Wust für ihre sehr unterschiedlichen Entwürfe von Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, übergeben. Georg Gelhausen, Bürgermeister der Gemeinde Merzenich, überreichte den 3. Preis an Felix Ahlheim. Die beiden 4. Preise gingen an die jungen Architekten Jan-Philip Neumann und Florian Roßbach und wurden Prof. Dr. Ulrich Schurr, Institutsleiter IBG-2 Pflanzenwissenschaften des Forschungszentrum Jülich, übergeben.

Dipl.-Ing. Markus Schmale, Architekt BDA und Vorstandsvorsitzender der Stiftung, stellte die hervorragende Qualität der wissenschaftlichen Arbeiten der Preisträgern  heraus und ermutigte sie auf ihre Arbeiten enorm stolz zu sein, in ihrer Berufsausübung neugierig und mutig zu bleiben und stets an sich zu glauben.

Der Vorstand und das Kuratorium bedanken sich bei allen an der Ausstellung teilnehmenden Studierenden,  den Preisträgern und  Frau Prof. Dipl.-Ing. Anett-Maud Joppien M. Arch. BDA, Dekanin an der TU Darmstadt und ihrem Team für die Begleitung und Unterstützung.

 

Die Aufzeichnung der Preisverleihung ist über YouTube Kanal der Stiftung für Kunst und Baukultur zu sehen.

 

Die Stiftung für Kunst und Baukultur Britta und Ulrich Findeisen machte diese Arbeiten für Öffentlichkeit in einer Ausstellung im Forum der Stiftung analog und digital zugänglich. Der digitale Rundgang wird weiterhin über die Webseite unter www.stiftung-findeisen.de erreichbar sein.